Der Wintersportverein Sankt Gescher hat am letzten Wochenende bei wunderbaren Sommerwetter in Coesfeld-Gaupel am Flugplatz der Drachen- und Gleitschirmflieger, deren Abteilung ebenfalls zum Wintersportverein gehört, ein herrliches Sommerfest gefeiert. Anläßlich des 20-jährigen Bestehen des Vereins hatte der Tochterverein das Fest bei hochsommerlichen Temperaturen ausgerichtet und zahlreiche Mitglieder und Freunde aus benachbarten Vereinen waren erschienen. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit mit einem Tandemschirm in die Luft zu gehen oder konnten im Gurtzeug sitzend, vom Kran aus 10 m Höhe das muntere Treiben am Boden beobachten.
Für das leibliche Wohl war gesorgt worden und die erfrischende Abkühlung gab es unter der Freiluftdusche oder am Bierwagen. Höhepunkt des Tages war am Abend der viel umjubelte Auftritt der weit über das Münsterland hinaus bekannten Band „Blues before sunrise". Bei Musik und Tanz und dem Fußball zum Trotz haben die Gäste bis spät in die Nacht und getreu dem Namen der Band gefeiert.
Weitere Fotos können im aktuellen Album eingesehen werden.


Schon früh machte sich Günni über Coesfeld auf den Weg, Michael schaffte es auch bei seinem ersten Flug über die Stadt in die Nähe des Golfplatzes. Später konnte er dann, nach freundlicher Abholung durch Vereinskollegen, nochmals zu einem 22,7 km-Flug aufbrechen. Zuvor hatten sich Gerd und Markus, die kurz nacheinander gestartet waren, unter einer Wolke „verabredet“ um dann ebenfalls Richtung Süd-Westen zu fliegen.
In der Heideregion hinter Coesfeld erreichten sie erstmals die Basis bei 1.600m und flogen lange Zeit entlang der A31 zusammen. Tolle Aussicht, traumhafte Bedingungen, teils noch kleine Cummuli, die im Laufe des Tages dann abtrockneten. Da Gerd beabsichtige nach Hause zu fliegen, Markus der Hauptwindrichtung folgen wollte, trennten sich die beiden nach 1,5 h gemeinsamer Flugzeit. Markus flog weiter südlich und traute seinen Augen kaum, als er in der Ferne den Rhein erblicken konnte.
Noch unglaublicher war es dann, dass er sogar noch bis dahin fliegen konnte. Bei extremen Harndrang machte er den Endanflug über Wesel am Niederrhein und suchte sich vorausschauend eine Landewiese in der Nähe des Bahnhofs (57,1 km). Die Rückkehr erfolgte mit der Bahn bis Coesfeld. Zu der Zeit war Gerd noch in der Luft, in Borken konnte er diesen genialen Thermiktag nicht einfach enden lassen. Er flog weiter nördlich als Markus und konnte auf der Höhe von Xanten den Rhein sogar noch queren (68,2 km). Zum Glück war Guido auch von Coesfeld in diese Richtung geflogen und hat seine Rückholung „geringfügig“ ausgedehnt. Vielen Dank an alle Beteiligten die an dem Tag für die Abläufe am Boden sorgten (Windenfahrer, Abholer und alles).




