Allgemeines:
Wer das Protokoll der Jahreshauptversammlung aufmerksam gelesen hat, wird nicht von dem großen Umfang der Wartungsarbeiten überrascht sein. Mit 1500 Starts bei 37 Startern war das Jahr 2011 ein Rekordjahr; jedoch hatten diese Starts auch einen höheren Verschleiss an unserer Winde zur Folge. Deshalb wurden auch schon in der Saison 2011 die erste Wartungs- und Reparaturarbeiten notwendig.
Motor:
Wie bei jeden Großen Wartungsintervall wurden von Jürgen und seiner Crew sämtliche Filter (Öl-,Luft und Kraftstoff) getauscht; ein Ölwechsel war nicht zu vermeiden und ein Zündkerzenwechsel obligatorisch.
Zusätzlich wurde auch vorsichtshalber der Zahnriemen erneuert um einen kapitalen Motorschaden vorzubeugen!!
Natürlich wurde auch der Keilriemen für das Wicklungssystem getauscht, um ein optimale Seilschonung gewährleisten zu können.
Getriebe:
Besonders sorgsam wurde dieses mal das Getriebe umsorgt. Frisches Getriebeöl und ein nageneues Ölsieb sollen für ein verlängertes Leben unseres Schleppknechtes sorgen.
Aber auch die Arbeiten mit diesen „pflegenden" Materialien sorgten für einen weichen Taint bei allen Beteiligten;-)
Chassis:
Der Verschleiss war am deutlichsten am Chassis erkennbar. Beide Stoßdämpfer mussten erneuert werden; damit wurde auch ein Einmessen der Zugregelung notwendig. Damit dürfte sich auch das allgemeine Verhalten der Winde deutlich verbessern.
Der Tank wurde ausgebaut und mit einem neuen Füllstandsanzeiger versehen. Aber auch besondere Wünsche wie der Umbau des Tankeinfüllstutzens wurden erfüllt.
Das Abdrehen und Erneuern von Seilführungsrollen inklusiv der Kugellager sollen zukünftig für weniger Seilverschleiss sorgen.
Explodierte Bremskraftverstärker haben in der letzten Saison für Probleme gesorgt. Da diese inklusiv der Rückschlagventile erneuert und zusätzlich der Vergaser überarbeitet und optimal eingestellt wurde, können wir Windenführer aufatmen und einer „ruhigeren" Saison entgegen sehen;-)
Für eine optimale Laufruhe werden dann die neuen Auspuffgummis und die geänderte Befestigung sorgen; aber auch die fachkundigen Einstellarbeiten an Zündung und Vergaser!!
Fazit: Die Saison 2012 kann beginnen; windentechnisch ist die WsG bestens auf weiter steigende Anzahl von Starts vorbereitet.
Auch Markus bereitet seine Winde(Bericht wird folgen) akribisch auf die neue Saison vor.
Lasst die Saison 2012 beginnen!!!!
Achja… damit die Statistiker unter uns mit genaueren Daten versorgt werden können, hat Jürgen auch einen neuen Stundenzähler eingebaut;-)

Stufenschlepp war angesagt… und das bei einem strammen 25er Wind der in Böen auch gerne mal an die 45 ging. Egal… passt… so hat uns Jan Meerbeek auf den Tag an seiner Winde vorbereitet. Um 10Uhr Morgens ging es bei Jan erst einmal im Wohnzimmer bei einem Tässchen Kaffee los mit der Theorie, anschließend die Besichtigung der Windenschmiede und ab auf die Wiese. 300m Schleppstrecke, die wir natürlich erst einmal belächelt haben… die 700m Ausklinkhöhe haben uns dann aber echt beeindruckt. Werner wurde auf das Führen einer Stufenschleppwinde eingeschworen und Klaus und ich haben uns in die Luft katapultieren lassen…. Hat Werner übrigens astrein gemacht!
Schon ab Mitte der Woche war zumindest für den Samstag gutes Thermikwetter zu erwarten. Doch je näher es zum Wochenende ging stellte sich heraus, das der Wind sehr stark werden würde. Daher verabredeten sich am Freitag schon einige Piloten zum Feierabendfliegen und Wochenendstart. Doch auch da war der Wind schon sehr kräftig. Bei Böen mit über 30 km/h gaben viele Piloten zunächst einem gemütlichen Kaffee den Vorzug. Die Sonne neigte sich und auch der Wind nahm weiter ab. Bei den ersten Starts konnte man den starken Wind mit turbulenter Thermik spüren, doch die Blasen waren sehr zerrissen.
Nach 17.00 Uhr war dann der Thermikofen Gaupel in der richtigen Stimmung um uns in den Himmel zu schicken. Bernhard war der erste, der nach ein paar Kreisen die Thermik richtig zentrieren konnte und später bis auf tausend Meter steigen konnte. Guido und ich versuchten in dem Bereich wo zuvor zwei Bussarde aufgestiegen waren unser Glück, Guido hatte schnell über hundert Meter Höhe machen können. Während bei mir die Thermikblasen schon durchgezogen waren. Zahlreiche Nullschieber halfen vorm Absaufen und nach ein paar Kreisen war durch den starken Süd-West-Wind die Entscheidung zu fällen, entweder weiter auf die nächsten Thermikblasen zu warten oder den Landeplatz noch zu erreichen. Zwei Kreise mit leichtem Steigen ließen die Entscheidung einfach fallen. Und danach musste ich bei jedem Kreis wieder nachzentrieren, der starke Wind zerriss auch weiter die Thermikblasen.
Dennoch wurde das Steigen nach oben immer besser und auch weniger turbulent. Mit dem Wind ging es zwischen Osterwick und Billerbeck durch nach Nord-Osten. Schon nach kurzer Zeit war das beeindruckende Wasserschloss Darfeld und der Ort Darfeld erreicht. Knapp 1.100 m waren erreicht. Danach waren auch die Luftraumeinschränkungen durch den FMO zu beachten. Leider machte sich der fortgeschrittene Tag nun bemerkbar, die Thermikblasen wurden immer schwächer und das Steigen geringer. Der Wind trug mich noch bis Horstmar. Schon von weitem konnte ich den Windpark am Schöppinger Berg erkennen. Ein beeindruckender Flug über den Ort rundeten diesen besonderen Flugtag ab. Gerd der von der Arbeit kam und noch am Gelände vorbei kommen wollte hat einen Umweg gefahren und mich abgeholt, Danke!
Am Gelände hatten dann die Verbliebenen die Winde und Material zusammen gepackt, denn alle (!!) Piloten waren weggeflogen. Danke an Werner, der sich als Windenfahrer geopfert hatte und am Ende nicht wegfliegen konnte! Danke!! Am Samstag war dann in 1.000m ein Höhenwind von 45km/h angesagt und ließ leider keine erfliegbare Thermik erwarten. Sonntag war wegen der Frontannäherung und weiterhin starkem Wind kein Flugbetrieb.