Der Saisonstart am Airport Gaupel kam heute eher etwas unerwartet. Nachdem wir bei unserem Frühjahrsputz am vergangenen Wochenende feststellen mussten, dass sich über den Winter die Mäuse ein kuscheliges Nest im „Herz“ unserer Elektro-Winde – nämlich direkt in der Elektroverkabelung – eingerichtet hatten, war guter Rat gefragt. Es waren etliche Kabel angefressen oder ganz durchgebissen, Schalter waren ohne Funktion und bei den ersten Tests spielte unser Steuergerät dementsprechend verrückt – nichts ging mehr.

Doch Rettung war schon da- in Form unseres lieben Horsts! Als gelernter Elektriker nahm er sich dem Chaos an, und verlötete in einer 3-tägigen Garagenaktion zu Hause sämtliche Kabel neu.

Und heute war es dann soweit: ein kleines Grüppchen Flieger fand sich zum Testlauf nach der Reparatur in Gaupel ein.

Schnell war der Strom angeschlossen, der Hauptschalter umgelegt, und siehe da: Das Display zeigte keine Fehlermeldung, alle Tests verliefen positiv, alles schien wieder in Takt zu sein.

Horst, Du bist Bester Mann!!

Aber der Praxistest stand noch aus. Der erste Schlepp nach dem Winter! Das Wetter war ok, sehr kalt, recht windig, aber auch sonnig und anscheinend schon ordentliche Thermik.

Schnell war die Winde aufgebaut und Ralf haute sich als erster Starter raus (die anderen hatten gar nicht erst einen Schirm mitgebracht, und Peter musste ja Winde fahren).

Der Schlepp verlief problemlos, und das teilweise Geschaukel kam eher von der teils doch recht starken aber verblasenen Thermik, als von der Windensteuerung 😊

Mittlerweile fanden sich noch ein paar weitere Vereinspiloten ein, uns schon waren teilweise 3 Piloten gleichzeitig in der Luft. Starke Thermik bei starkem Windversatz war angesagt, und so ging es schnell nach Norden über die Platzgrenzen hinaus und bis auf knapp 1000m. Wegfliegen mochte aber ob der Kälte niemand so richtig, und so wurde es ein schönes Aussichtsfliegen, mit  anschließendem Kampf, wieder bis zum Schleppgelände zurückzukommen.

Ein unerwarteter, kalter aber schöner Saisonstart!

Danke nochmals an Horst für die Reparatur des Kabelchaos, und an alle anderen helfenden Hände heute für den Schleppbetrieb.