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Schon ab Mitte der Woche war zumindest für den
Samstag gutes Thermikwetter zu erwarten. Doch je näher es zum Wochenende
ging stellte sich heraus, das der Wind sehr stark werden würde. Daher
verabredeten sich am Freitag schon einige Piloten zum Feierabendfliegen und
Wochenendstart. Doch auch da war der Wind schon sehr kräftig. Bei Böen mit
über 30 km/h gaben viele Piloten zunächst einem gemütlichen Kaffee den
Vorzug. Die Sonne neigte sich und auch der Wind nahm weiter ab. Bei den
ersten Starts konnte man den starken Wind mit turbulenter Thermik spüren,
doch die Blasen waren sehr zerrissen.
Nach 17.00 Uhr war dann der
Thermikofen Gaupel in der richtigen Stimmung um uns in den Himmel zu
schicken. Bernhard war der erste, der nach ein paar Kreisen die Thermik
richtig zentrieren konnte und später bis auf tausend Meter steigen konnte.
Guido und ich versuchten in dem Bereich wo zuvor zwei Bussarde aufgestiegen
waren unser Glück, Guido hatte schnell über hundert Meter Höhe machen
können. Während bei mir die Thermikblasen schon durchgezogen waren.
Zahlreiche Nullschieber halfen vorm Absaufen und nach ein paar Kreisen war
durch den starken Süd-West-Wind die Entscheidung zu fällen, entweder weiter
auf die nächsten Thermikblasen zu warten oder den Landeplatz noch zu
erreichen. Zwei Kreise mit leichtem Steigen ließen die Entscheidung einfach
fallen. Und danach musste ich bei jedem Kreis wieder nachzentrieren, der
starke Wind zerriss auch weiter die Thermikblasen.
Dennoch wurde das Steigen
nach oben immer besser und auch weniger turbulent. Mit dem Wind ging es
zwischen Osterwick und Billerbeck durch nach Nord-Osten. Schon nach kurzer
Zeit war das beeindruckende Wasserschloss Darfeld und der Ort Darfeld
erreicht. Knapp 1.100 m waren erreicht. Danach waren auch die
Luftraumeinschränkungen durch den FMO zu beachten. Leider machte sich der
fortgeschrittene Tag nun bemerkbar, die Thermikblasen wurden immer schwächer
und das Steigen geringer. Der Wind trug mich noch bis Horstmar. Schon von
weitem konnte ich den Windpark am Schöppinger Berg erkennen. Ein
beeindruckender Flug über den Ort rundeten diesen besonderen Flugtag ab.
Gerd der von der Arbeit kam und noch am Gelände vorbei kommen wollte hat
einen Umweg gefahren und mich abgeholt, Danke!
Am Gelände hatten dann die Verbliebenen die Winde und Material zusammen
gepackt, denn alle (!!) Piloten waren weggeflogen. Danke an Werner, der sich
als Windenfahrer geopfert hatte und am Ende nicht wegfliegen konnte! Danke!!
Am Samstag war dann in 1.000m ein Höhenwind von 45km/h angesagt und ließ
leider keine erfliegbare Thermik erwarten. Sonntag war wegen der
Frontannäherung und weiterhin starkem Wind kein Flugbetrieb.
Was für ein Flugwochenende in GAUPEL.
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